Folding@Home: Mitmachen statt mitwarten

Dem Corona-Virus (und anderen Krankheiten) die Stirn bieten kann man auch dadurch, ungenutzte Rechenkraft der Heim-IT dem internationalen Konsortium des Forschungsprojektes "Folding@Home" für die Forschung nach einem patentfreien Corona-Impfstoff zur Verfügung zu stellen.

Zum Mitmachen rufe ich all diejenigen auf, die aktuelle sowie "abgehangene" Hardware einem neuen oder zusätzlichen Verwendungszweck zuführen möchten. Besonders ältere Hardware zeigt zwar nicht die optimale Effizienz und es darf nicht verschwiegen werden, dass, gerade bei Nutzung von GPU`s (Grafikkarten), der Stromverbrauch schnell teuer werden kann.

Aus diesem Grund berichte ich nun von meiner Herangehensweise, vorhandene Hardware für Folding@Home mit zu verwenden. In Hinsicht auf die immens steigenden Energiekosten verwende ich dieses Proof-of-Concept, um das Projekt möglichst ausschliesslich mit überschüssiger Energie aus unserer PV-Anlage zu betreiben.

HostCPUKerne/ThreadsRAMGPUUIPOSStatus
falter01i5-2520M@2.50GHz2/48GBn/a20V3A60WDebianOffline
falter02i5-2520M@2.50GHz2/48GBn/a20V3A60WDebianOffline
falter03i5-2520M@2.50GHz2/48GBn/a20V3A60WDebianOffline
falter04i5-2520M@2.50GHz2/48GBn/a20V3A60WDebianOffline
celsiusXeon6/1223GBn/a230V1,08A250WProxmoxOffline
justineXeon E5-2680v4@2.40GHz14/28128GBn/a230V0,86A200WProxmoxOnline

Update:

Wie ihr seht, sind die meisten physikalischen Rechner mittlerweile offline. Hintergrund: Das scriptgesteuerte Ein- und Ausschalten per WOL- und Shutdown-Befehl hat sich in der Praxis als wenig tauglich bewiesen. 3 Stk. der Core i5-Hosts habe ich z.B. entfernt an PV-Inselanlagen betrieben und konnte diese nur per VPN-Tunnel netzwerktechnisch erreichen. WOL funktioniert leider über Netzwerkgrenzen nicht, so dass ich diese nur durchgehend betreiben konnte. Diese widerspricht dem Ansatz des Überschuss-Verbrauchens.

Zwischenzeitlich bin ich vom Einsatz vieler einzelner, leistungsschwacher Rechner, zur Nutzung eines einzelnen, leistungsstarken Servers mit dem schönen Namen "Justine" (meiner Namensvetterin aus Frankenstein) übergegangen, der ebenfalls auf nicht mehr taufrischen Komponenten aufsetzt und aus vorhandener bzw. gebrauchter Hardware besteht. Der Bezug zu Frankenstein ergibt sich aus dem interessanten Motherboard, dass einen Uralt-Chipsatz mit einem NVME-Slot für moderne SSDs kombiniert.

Fortsetzung folgt.